"Nature"-Veröffentlichung von Prof. Marko Sarstedt erschienen

Ein mit den Kollegen Edward E. Rigdon (Georgia State University, Atlanta/USA) und Jan-Michael Becker (Universität zu Kön) verfasstes Forschungspapier von FWW-Professor Marko Sarstedt ist Anfang Januar in der legendären "Nature"-Reihe, und zwar als Veröffentlichung in "Nature Human Behaviour" erschienen. Eine ganz besondere Auszeichnung für Marko Sarstedt, zu der auch die Fakultät ihm als solche recht herzlich gratuliert!  

Die unter dem Titel "Quantify uncertainty in behavioral research" publizierte Arbeit setzt, Prof. Sarstedt zufolge, an einer methodologisch unbefriedigenden Studienlage im Bereich der Sozialwissenschaften an: "Viele Bereiche der sozialwissenschaftlichen Forschung stecken in einer Replikationskrise. So konnten in den letzten Jahren fundamentale Effekte in der Psychologie, Management- und Marketingforschung bei wiederholten Untersuchungen unter nahezu identischen Bedingungen nicht bestätigt werden. Seitdem bemühen sich diverse Forschergruppen um die Open Science Foundation darum, Standards für empirische Studien zu definieren, um deren Replizierbarkeit zu erhöhen. Hieraus resultierten diverse Checklisten, die Forscherinnen und Forschern helfen sollen, wichtige Aspekte ihrer Untersuchungen zu dokumentieren und transparent zu machen. Ein anderer Ansatz besteht darin, striktere Grenzwerte einzuführen, ab wann ein Effekt als statistisch signifikant anerkannt werden kann." ...

... Im o. g. Beitrag argumentieren Rigdon/Sarstedt/Becker nun aber, dass diese Ansätze "nicht weit genug gehen. Um die Replizierbarkeit von Forschungsarbeiten zu erhöhen, müssen Forscher*innen die Unsicherheit ihrer Ergebnisse aktiv quantifizieren. Nur so können Fehlerquellen langfristig identifiziert und ausgeschaltet werden. Um dies zu realisieren, können Forschende in den Sozialwissenschaften von den Naturwissenschaftler*innen lernen. So kommt beispielsweise keine Studie in der Physik ohne eine Angabe der Messgenauigkeit aus. Zwar sind entsprechende Kalibrierungsangaben bei der Messung sozialer Phänomene nur schwer denkbar, aber nicht unmöglich. So zeigen die Autoren in ihrem Beitrag, wie typische Unsicherheitsquellen quantifiziert und ein Studienergebnis entsprechend korrigiert werden kann."

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Letzte Änderung: 13.01.2020 - Ansprechpartner: Webmaster