Forschungsbereich 3: Policy Advice
Politik soll menschliches Verhalten beeinflussen. Die wichtigsten Mittel, mit denen die Politik dieses Ziel beeinflussen kann, sind Regulierungen, Transfers und Abgaben sowie makro��konomische Instrumente (wie etwa Geldmengensteuerung). Die Politik kann diese Mittel aber nur dann rational einsetzen, wenn sie in der Lage ist, die induzierten Folgen auf menschliches Verhalten zu prognostizieren und zu evaluieren.
Die ��konomische Theorie sowie die empirische ��konomische Forschung stellen hierf��r einen hervorragenden Analyserahmen dar. Die Mikro��konomik besch��ftigt sich mit menschlichen Entscheidungen unter Nebenbedingungen; sie fasst den Einsatz der genannten Politikinstrumente als ��nderungen der Nebenbedingungen auf, unter denen Menschen entscheiden. Daher erm��glicht sie eine theoretische Prognose, welche Verhaltens��nderungen aufgrund m��glicher Politikalternativen zu erwarten sind. Die prognostizierten Folgen k��nnen dann im Hinblick auf die von der Politik selbst gew��hlten Ma��st��be evaluiert werden. Die "��konomische Analyse des Rechts" ist, in enger Verzahnung von ��konomie und Rechtwissenschaft, wegen ihrer streng konsequentionalistischen Betrachtung von Rechtsregeln in der Lage, deren Verhaltenswirkungen aufzudecken (und zu bewerten). Dies ist im Rahmen anderer rechtstheoretischer Ans��tze nicht m��glich. Sie stellt damit einen unverzichtbaren Bestandteil rationaler Politikberatung dar. Dar��ber hinaus analysiert die moderne politische ��konomie die Anreizsituation von Politikern, Verwaltung und Richtern.
Die ��konometrische Forschung erm��glicht es, die tatschlich eingetretenen Auswirkungen politischer Ma��nahmen im Nachhinein zu identifizieren, um daraufhin die Ma��nahmen evaluieren zu k��nnen. Zudem ist die empirische Forschung unverzichtbar zur ��berpr��fung theoriebasierter Verhaltensmodelle. Die individualistische Perspektive der mikro��konomischen Verhaltenstheorie wird durch makro��konomische Methoden zur Bewertung der gesamtgesellschaftlichen Konsequenzen politischer Ma��nahmen erweitert.
Der Forschungsbereich besteht derzeit aus f��nf Projektclustern, die insgesamt 29 Projekte umfassen.
- Regulierungen und Humankapital
- K��ndigungsschutz und Arbeitgebermobbing (A.Kirstein/R.Kirstein)
- Lebenszufriedenheitsforschung (Weimann/Knabe)
- Psychologische Wirkungen der Arbeitsmarktpolitik (Knabe)
- Rolle des Niedriglohnsektors als "Sprungbrett" in regul��re Besch��ftigung (Knabe)
- Armutsmessung mit subjektiven Einkommenszufriedenheitsdaten (Knabe)
- Unternehmensrecht und Steuern
- Corporate Governance als Probleml��sungsstrategie bei der GmbH (Burgard)
- Powerindex-Analyse des VW-Gesetzes (R. Kirstein)
- Steuerwahrnehmung und Arbeitsangebot (Weimann)
- Optimale Steuerpolitik bei positionalen Pr��ferenzen (Knabe)
- Wirtschaftspr��fung und Finanzmarktregulierung
- Marktpreismanipulation und Marktpreisstabilisierung bei der Emission von Wertpapieren (Burgard)
- Probleme der B��rsenregulierung (Burgard)
- Forensic Accounting (Chwolka)
- Basel 2 / strategische Kapazit��tswahl von Banken in Bertrandwettbewerb (R.Kirstein)
- Die Rolle von Versicherungen f��r die Corporate Governance von Unternehmen (Chwolka)
- Makro��konomische Politikanalyse
- Effizienz der Geldpolitik (Gischer)
- Auswirkung des internationalen Handels auf die Arbeitsnachfrage nach Geringqualifizierten (Paqu��)
- Produktivit��tsgef��lle in Deutschland und Europa (Paqu��)
- Wachstum der deutschen Wirtschaft in der Globalisierung (Paqu��)
- Internationaler Handel und Arbeitsnachfrage (Paqu��)
- Bank Competition and Monetary Policy Efficiency (Paqu��)
- Mindestl��hne: Besch��ftigungswirkungen und fiskalpolitische Implikationen (Knabe)
- Industrie- und Innovationspolitik
- Strukturanalyse internationaler Finanzm��rkte (Gischer)
- Analyse der Drei-S��ulen-Struktur des deutschen Bankenmarktes (Gischer/Reichling/Spengler)
- Ziel- und Instrumentenanalyse der F��rderpolitik (Raith)
- Oligopolistischer Wettbewerb in globalisierten M��rkten (Sadrieh)